Anlässlich der Integration der Kermi Gruppe in die Geberit Gruppe sprachen wir mit dem Geschäftsführer der Kermi Tochter Baduscho, Adolf Palmberger über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens.


Herr Palmberger wie sieht es nun nach der lntegration mit der Zukunft von Baduscho hier in Österreich aus?

So wie man es jetzt absehen kann bleibt derzeit alles wie bisher, einzig unser CEO berichtet nun nicht mehr nach Finnland sondern in die Schweiz. Es wurde auch die Zweistufigkeit von Baduscho bis­lang nicht in Frage gestellt.

Wie geht es Baduscho aktuell?

Wenn ich mir die Marktentwicklung und das Umfeld ansehe, so kann ich mit dem Ergebnis von 2014 bei dem wir 2% über dem Vorjahr lagen eigentlich sehr zufrieden sein. Aufgrund der volatilen wirtschaftlichen Entwicklung ist es heuer jedoch schwer abzusehen, wie sich das Geschäftsjahr entwickeln wird.

Welche Serie zählt eigentlich zu den Leistungsträgern im großen Sortiment von Baduscho?

Nun mit Abstand ist die im mittleren Preissegment angesiedelte Serie 3000 unsere umsatzstärkste Serie. Einerseits passt das Preis-­Leistungsverhältnis und es auch die kompletteste Serie ist. Hier reicht die Palette von Flügeltüren über Schiebetüren bis hin zu bar­rierefreien Lösungen.

Wie entwickelt sich die vor einem Jahr eingeführte Serie JOY?

Sehr zufriedenstellend und das ist gut so, da wir mit der Maßdusche JOY in ein Segment einge­stiegen sind in welchem die Dienstleistung einen sehr hohen Stellenwert hat und einem entspre­chenden Aufwand bedarf. Wir sind hier mit sehr großen Glasscheiben und mit einem hohen Aufmaß- und Montageaufwand konfrontiert. Daher müssen wir Schritt für Schritt die Organisation an die neuen Anforderungen heranführen und anpas­sen. Wir entwickeln aktuell ein Tool um den Kundendienst vor Ort zu unterstützen und auch die Fehlerquellen zu minimieren.

Es ist gerade das Stichwort Montage gefallen, ist dies seitens der Installateurpartner eigentlich gewünscht?

Nun wir machen acht Prozent unseres Umsatzes mit
Kundendiensttätigkeiten mit stark steigender Tendenz. Hier ist besonders die Montage ein wesentlicher Bestandteil. So lange eine Duschabtrennung auf eine Duschtasse aufgesetzt wurde und mit dem Seitenausgleich ange­schraubt wurde war das kein Thema, aber nun bewegen wir uns ja hin zu großen Glasscheiben und individuellen Lösungen und das ist eigentlich nicht mehr das Metier des Installateurs und daher bedient er sich zur eigenen Sicherheit unserer Experten.

Gerade Architekten greifen gerne die individuell vom Glasereibetrieb Duschabtrennungen bauen zu lassen. Haben hier die Duschabtrennungshersteller das nachsehen? Also, und da spreche ich für die ganze Branche, haben sich die Duschabtrennungshersteller im Laufe der Jahre ein sehr großes Know-how erarbeitet. Besonders in den Bereichen Befestigung, Dichtheit, Funktionalität etc. und dies spiegelt sich auch in der Praxis wieder. Schlagend werden diese Stärken manchmal leider erst wenn 120 Duschabtrennungen aus Glaserhand wie in einem Rehab-Projekt auf Grund von Dichtigkeitsmängeln durch unsere Produkte nachträglich ersetzt werden. Das wäre auch einfacher gegangen.

Unser Service

Wie sieht eigentlich die personelle Ausstattung von
Baduscho aus, da der Installateur Ja gerade zu verwöhnt wird?
Verwöhnen würde ich nicht sagen aber mit einer breiten Dienstleistungspalette unterstützt. Das bewerkstelligen wir mit 5 Außendienstmitarbeiter in Beratung und Verkauf und 3 Mann im Kundendienst.

Lieferung und Lieferfähigkeit ist stets ein brennendes Thema für die lnstallateurpartner wie ist Baduscho hier aufgestellt?

Eine der Stärken von uns ist ein sehr gut sortiertes Lager am Standort Margarethen am Moos. Wir liefern Lagerware innerhalb von Österreich innerhalb von 24 Stunden zu unseren Partnern. Eigenen Fuhrpark betreiben wir keinen, da unsere Speditionspartner die logistischen Aufgaben zu unserer größten Zufriedenheit erfüllen.

Wie geht man bei Baduscho mit dem Thema Barrierefreiheit um?

Wir wurden bereits vor über 20 Jahren bei einem Projekt, einem Rehabzentrum im Waldviertel, mit diesem Thema konfron­tiert. Damals haben wir eine Serie in Windeseile so umgerüstet, dass der Einstieg „überfahrbar” war. Seitdem zieht sich Barrierefreiheit bei Baduscho wie ein Roter Faden durch die Serienentwicklung. Sämtliche Serien wie JOY, Spirit, Spirit S1 oder Serie 3000 können je nach Kundenwunsch gänzlich barrierefrei oder mit einer kleinen Wasserschwallleiste montiert werden.

Ich denke wir sind auch im Bereich der gerahmten Duschschabtrennungen aktuell der einzige Anbieter der eine 3 teilige Eckdusche mit der ausreichenden Einfahrtsbreite anbieten können. Daher entwickeln sich auch hier die Absatzzahlen sehr positiv.

Bäder werden speziell im urbanen Gebiet meist noch immer nicht größer, wie reagiert Baduscho auf diesen Umstand?

Aktuell speziell bei JOY haben wir das Programm um raumspa­rende Eckfaltduschen erweitert, die bei Standardserien bereits seit einiger Zeit verfügbar sind. Auch bei Hotelprojekten können wir mit unseren Lösungen sehr gut reüssieren.